Aktionärsmitteilung

niiio Aktionärsbrief Februar 2021

Liebe Aktionäre und Freunde der niiio finance group AG,

zu Jahresbeginn hat sich in unserem Unternehmen viel getan. Wir konnten einige aus Kapitalmarktsicht sehr positive Nachrichten veröffentlichen, die uns auch bemerkenswerte Aufmerksamkeit bei einigen Börsenmedien verschafft haben. In der Folge schoss der Aktienkurs zwischenzeitlich deutlich in die Höhe, wobei zuletzt wieder eine meines Erachtens gesunde Konsolidierung einsetzte. Mein Team und ich wollen schließlich keine kurzfristigen Hypes produzieren, sondern die Unternehmensentwicklung systematisch vorantreiben und nachhaltig Werte schaffen. Wenn wir unsere ehrgeizigen Pläne erfolgreich umsetzen können, dann wird das der Kapitalmarkt auch langfristig honorieren. Kurzfristige Auf- und Abwärtsbewegungen sind an der Börse normal, aber der Trend muss stimmen – und daran arbeiten wir.

Wir rücken verstärkt in den Fokus von Investoren und Medien, allein die Zahl unserer Aktionäre ist in kurzer Zeit von 800 auf 2200 gestiegen! Auch über ein paar Vorschusslorbeeren freuen wir uns natürlich. Aber diesen wollen und müssen wir nun auch gerecht werden. Und an dieser Stelle möchte ich explizit auch nochmals darauf hinweisen, dass meine ambitionierten Umsatzziele für die nächsten fünf Jahre von im Schnitt 100 Prozent auf organischem Wachstum und auf M&A-Aktivitäten basieren, was nicht überall ganz vollständig wiedergegeben wurde. Um diese Ziele zu realisieren, müssen viele Faktoren ineinandergreifen: So muss der erfolgreichen Kapitalerhöhung jetzt auch der geplante Ausbau des Vertriebsteams folgen, um hier unsere Durchschlagskraft erhöhen zu können. Es geht darum, Schritt für Schritt die definierten Meilensteine für unsere Wachstumsziele zu erreichen. Parallel halten wir natürlich auch nach Übernahmekandidaten Ausschau, aber hier hängt der Erfolg naturgemäß nicht nur von uns ab.

Lassen Sie mich an dieser Stelle die vergangenen Wochen und Monate nochmals kurz Revue passieren. Im Januar hat unser neu etablierter Beirat seine Arbeit aufgenommen. Als erste Mitglieder des neuen Beirats konnten wir zwei außerordentlich renommierte Persönlichkeiten aus dem Bereich Banken und Fondsmanagement gewinnen: den ehemaligen Deutsche Bank Vorstand Stefan Krause und den bekannten Fondsmanager Henning Gebhardt. Das hat uns viel Aufmerksamkeit verschafft, zeigt es doch auch, wie viel Wachstumspotenzial ausgewiesene Marktkenner in unserem Geschäftsmodell sehen. Mit weiteren namhaften Persönlichkeiten sind wir im Gespräch. Unser Ziel ist es, dass dem Advisory Board künftig drei bis fünf Personen angehören, die Erfahrungen und Netzwerke aus unterschiedlichen Bereichen einbringen werden. Das Gremium soll mich und mein Team auch in strategischen Fragen und bei eventuellen Zukäufen beraten sowie dabei unterstützen, die Kapitalmarktpräsenz weiter auszubauen.

Kapitalerhöhung deutlich überzeichnet

Ende Januar haben wir bekanntlich auch unsere Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen und 2,28 Millionen neue Anteilscheine platzieren können. Mehr noch: Die Kapitalerhöhung war deutlich überzeichnet. Um einen Interessenten, ebenfalls einen strategisch interessanten Investor, bei der Zeichnung nicht ganz leer ausgehen zu lassen, habe ich als Großaktionär diesem noch 93.000 Aktien aus eigenem Bestand zu einem Kurs von 1,02 Euro verkauft. Angesichts des jüngsten Kursverlaufs ist das eher ein strategisches Investment als ein gutes Geschäft für mich, denn im Gegenzug werde ich sukzessive 93.000 Aktien über die Börse zurückkaufen, um meinen Bestand auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten. Nach der Kapitalerhöhung halte ich neben meinen privat gehaltenen Anteilen über die Deutsche Tech Ventures GmbH etwa 46 % der Aktien.

Die letztlich deutlich überzeichnete Kapitalerhöhung spiegelt das zunehmende Vertrauen des Kapitalmarktes in unser Potenzial wider. Mit den frischen Mitteln wollen wir unser Wachstum deutlich vorantreiben und insbesondere die Managementkapazitäten und – wie angekündigt – ab jetzt auch die Vertriebsaktivitäten deutlich ausbauen. Daher haben wir auch vor allem strategische Investoren angesprochen, die über ihre finanzielle Investition hinaus ein Netzwerk sowie Synergieeffekte mitbringen und damit die Gesellschaft bei ihrem weiteren Wachstum unterstützen können.

Unser Fokus: Digitale Vermögensverwaltung und Robos noch besser machen

2021 haben wir sowohl im traditionellen Geschäftsbereich der digitalen Vermögensverwaltung als auch im Robo-Bereich viele Aufgaben zu bewältigen. Im Herbst 2020 haben wir unseren Onlineshop für Vermögensmanager gestartet, mit dem wir unsere Zielgruppen im Wealth-Management noch schneller und einfacher erreichen wollen. Den Shop werden wir 2021 systematisch bekannter machen, damit die Interessenten sämtliche Lizenzpakete sowie Software-Erweiterungen unserer Portfolio-Management-Software munio auch einfach online erwerben können. Gerade in Zeiten, in denen persönliche Treffen erschwert sind und in denen digitale Lösungen für Finanzdienstleister mehr denn je benötigt werden, zeigt sich die ganze Stärke unserer plattform-basierten Software-Modelle in der Cloud. Unsere Kunden wie etwa die Privatbank Merck Finck können damit substanzielle Effizienzvorteile verbuchen. Es gilt, jetzt auch andere Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen von unserer Lösung zu überzeugen.

Im Robo-Bereich ist vor allem der Großauftrag unseres Kunden Smavesto hervorzuheben, einer 100% Tochtergesellschaft der Sparkasse Bremen. Wir stellen aktuell ein Team zusammen, das am Ausbau und der kontinuierlichen Verbesserung des Smavesto-Robos arbeiten wird. Zudem entwickeln wir derzeit gemeinsam mit der FiNet Asset Management AG als lizensiertem Vermögensverwalter einen Robo-Advisor der zweiten Generation. Die Markteinführung soll im Laufe dieses Jahres erfolgen. Der Robo-Advisor basiert auf unserer eigenen algorithmischen Intelligenz und soll u.a. automatische Ein- und Ausstiegssignale liefern und damit die bisher üblichen Robo-Modelle der ersten Generation deutlich übertreffen.

niiio als Branchen-Vorreiter

Dass die niiio finance group technologisch ganz vorne mitspielt, zeigt nicht nur unsere Beteiligung an Initiativen wie dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt zu Quanten-Computing bei der Optimierung von Wertpapierportfolien. Seit kurzem sind wir auch Forschungsmitglied des Großprojekts SafeFBDC, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Wesentliches Ziel ist die Entwicklung eines Financial Big Data Clusters (FBDC) zur Absicherung der Datensouveränität im Finanzsektor. Dabei handelt es sich um eine Cloud-basierte Finanzdatenplattform, die Daten aus unterschiedlichen Quellen bündelt und passende KI-Werkzeuge für die Datenauswertung bereitstellt. Daraus resultiert für die niiio vorerst kein monetärer Effekt, aber wir sind mit an Bord eines wichtigen Projekts für die deutsche Finanzindustrie.

Liebe Aktionäre und Aktionärinnen, die niiio sieht sich als Branchen-Vorreiter. Denn unsere Vision lautet: Wir wollen der Betreiber der größten deutschen Cloud-Banking-Lösung im Vermögensmanagement werden. Wir sind der festen Überzeugung, dass Cloud-Banking Software die nächste große Welle der Digitalisierung im Bankensektor treibt. Ich bin daher optimistisch, dass wir in den nächsten Jahren aus der niiio ein Vorzeige-Fintech mit substanziellen Wachstumsraten formen können. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf diesem Weg weiter kritisch begleiten.

Ihr Johann Horch