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niiio Aktionärsbrief August 2020

Liebe Aktionäre und Freunde der niiio finance group AG,

in den vergangenen Wochen haben wir unsere bestehende Strategie geschärft, weiterentwickelt und geben Ihnen einen visionären Ausblick und unsere Einschätzungen. Im Vorfeld haben wir viele Gespräche mit Banken, Softwareexperten, Branchenexperten und Investoren geführt; zudem haben wir intensive Recherchen zu unseren Märkten betrieben, um das zukünftige Potenzial der niiio finance group abschätzen zu können. Das Ergebnis dieser Arbeit ist eine strategische Roadmap und eine Vision 2026.

  • Unsere Vision wird von folgenden Annahmen getrieben: In 10-15 Jahren wird die Bankenlandschaft durch eine dezentrale Blockchain basierte Infrastruktur (DLT) beherrscht.
  • Eine Transformation aus der heuten Welt in die neue Welt erfolgt nur über den Weg der Cloud.
  • Daraus ergibt sich eine Logik: Wir müssen uns voll auf das Kerngeschäft konzentrieren und möglichst viele Banken in die Cloud bringen, um die beste Ausgangslage für die Transformation auf Blockchain zu haben. Somit ist klar, warum wir uns so intensiv mit den Themen beschäftigen.

Unsere Vision lautet: Wir wollen der Betreiber der größten deutschen Cloud-Banking-Lösung im Vermögensmanagement werden. Wir streben von 2021 bis 2026 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 100 % per annum an. Wir sind der festen Überzeugung, dass Cloud-Banking Software die nächste große Welle der Digitalisierung im Bankensektor ist. Ich bin daher optimistisch, dass wir in den nächsten Jahren aus der niiio ein Wachstumsunternehmen formen werden. Warum wir das erreichen können, möchte ich Ihnen gerne anhand von 6 Gründen erläutern.

Erstens: Der Markt, in dem wir uns bewegen, dürfte laut Expertenschätzungen in den nächsten Jahren zweistellige Wachstumsraten erzielen. Laut dem bekannten Research- und Beratungsunternehmen Gartner werden die Ausgaben von Unternehmen für IT weltweit dieses Jahr um 8 % sinken. Doch der weltweite Markt für Public-Cloud-Dienste wird laut Gartner im Jahr 2020 voraussichtlich um 6 % zulegen. Bis 2022 soll der Cloud-Markt insgesamt sogar um über 40 % wachsen. Von diesem Trend wollen auch wir profitieren.

Zweitens: Banken und Finanzdienstleister haben Nachholbedarf bei der Digitalisierung. Mit der Cloud wollen Banken meist Altsysteme ablösen oder neue digitale Produkte entwickeln. Im Februar 2020 sagte Bundesbankvorstandsmitglied Joachim Wuermeling: Die Cloud-Nutzung ist im deutschen Finanzsektor noch unterentwickelt. Wir haben Nachholbedarf. Weiter sagte er: Wir sehen im Cloud-Computing eine Schlüsseltechnologie bei der Digitalisierung der Finanzbranche; sie kann den Banken viele Vorteile und Innovationsmöglichkeiten bieten. Das heißt: für die niiio sind die Rahmenbedingungen sehr gut, um überproportional zu wachsen.

Drittens: Mögliche Risiken durch die Auslagerung wichtiger Prozesse haben viele Banken bisher davon abgehalten, Cloud-Dienste zu nutzen. Software-Lösungen aus Deutschland sind im Finanzbereich daher besonders attraktiv, weil die regulatorischen Rahmenbedingungen leichter erfüllt werden können. Denn ein Problem, das hören wir in vielen Gesprächen, besteht oft darin, dass die im Ausland ansässigen Cloud-Anbieter nicht mit den deutschen regulatorischen Anforderungen vertraut sind und diese nicht vollständig abbilden.

Viertens: Private Cloud-Lösungen haben im Bankensektor einen Wettbewerbsvorteil. Dazu ein kurzer Exkurs: Bei einer Public Cloud ist der Standort der Daten und Server nur begrenzt bestimmbar. Die Kunden wissen nicht, wo ihre Daten genau liegen. Private Cloud nennt man eine Infrastruktur, die komplett dem Unternehmen gewidmet ist und entweder vor Ort oder im Rechenzentrum des Dienstleisters gehostet wird. Eine aktuelle Bitkom-Studie zum Thema Cloud Computing aus Juni 2020 kam dabei zu folgendem Ergebnis: Zwei Drittel der befragten Unternehmen aus allen Branchen bestehen auf ein Rechenzentrum in Deutschland. Und genau das bieten wir! Wir haben eine innovative Private Cloud-Lösung entwickelt und betreiben seit 2010 zwei Rechenzentren in Deutschland.

Fünftens: Mit der erfolgreichen Einführung der Premium-Version der Software bei unserem Kunden Merck Finck vor einigen Wochen haben wir gezeigt, dass wir große Projekte stemmen können – und der Kunde ist sehr zufrieden. Nach über zwei Jahren Vorarbeiten ging die Privatbank mit ihrer digital gestützten Vermögensberatung „live“ an den Markt. Derzeit ist unser Marktanteil noch sehr gering. In der Vergangenheit haben wir unseren Fokus auf die technische Entwicklung unserer Cloud-Banking Software gelegt. Jetzt ist der optimale Zeitpunkt, um den nächsten Schritt zu machen und in zukünftiges Wachstum zu investieren und unseren Vertrieb auszubauen.

Sechstens: Der Wettbewerb hat nach unseren Recherchen kein vergleichbares Produkt. Wir sind der einzige wahre Cloud-Anbieter im Bereich des Vermögensmanagements – mit Rechenzentren in Deutschland. Wir digitalisieren als „Full-Service-Provider“ die Prozesse der Kunden, damit diese effizient, flexibel und rechtssicher arbeiten können. Dank unserer zertifizierten Private Cloud-Lösung und fast 15 Jahren Finanz- und Regulatorik-Know-how sind wir technologischer Vorreiter der Branche – über 50 Banken und Vermögensmanager deutschlandweit nutzen die munio.pm-Software unserer Tochtergesellschaft DSER.

niiio strebt hohe Wachstumsraten an

Angesichts der oben genannten Gründe haben wir ehrgeizige Langfristziele formuliert: wir streben an, von 2021 bis zum Jahr 2026 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 100 % zu wachsen; dazu werden sicherlich auch Übernahmen beitragen. Bereits 2021 könnte die erste M&A-Transaktion erfolgen, wenn unsere Pläne aufgehen. Weitere Akquisitionen von Software-Unternehmen sollen in den nächsten Jahren folgen. Die Target-Kriterien für 2021 lauten wie folgt: wir suchen ein klassisches Software-Unternehmen mit Kunden im Banken- oder Versicherungsumfeld mit einer Umsatzgröße von 1-3 Mio. Euro und maximal 20 Mitarbeitern; dabei sollte das Potenzial bestehen, dass wir dessen Kunden auf unser Cloud-Modell migrieren.

Im Einklang mit unserer Strategie 2026 wollen wir uns auf den (direkt und indirekten) Vertrieb unseres Kernproduktes munio.pm konzentrieren und erhebliche Investitionen in diesen Vertrieb tätigen. Der Zeitpunkt und die Rahmenbedingungen hierfür erscheinen uns äußerst günstig, da unsere Suite vollständig entwickelt ist, uns die Merck Finck Lösung als überzeugendes Referenzprojekt dient, das Interesse zu weiterer Kundengewinnung auch bei Bestandskunden wächst und wir die Chance sehen, das organische Wachstum unserer Plattform mit Hilfe von strategischen Akquisitionen (anorganisches Wachstum) zu unterfüttern.

Unsere Vision mag auf den ersten Blick sicherlich ambitioniert erscheinen, aber ich halte ein solch hohes Wachstum für möglich. Denn ich glaube voll und ganz an diese Firma. Als CEO und Hauptaktionär treibe ich seit 15 Jahren das Unternehmen voran. Die kommenden Jahre werden sehr spannend – und ich würde mich freuen, wenn Sie uns weiter kritisch begleiten. Mein Ziel ist es, aus der niiio eine Erfolgsstory zu machen. Es gibt natürlich keine Garantie, dass wir unsere ehrgeizigen Ziele erreichen werden, aber mein Team und ich werden alles dafür geben. Wir müssen jetzt die Chance ergreifen.

Ihr Johann Horch

 

Anmerkung:
Wenn Sie Links setzen wollen, hier die Quellen:

https://www.bundesbank.de/de/presse/reden/banking-in-der-cloud-chancen-und-herausforderungen-bei-der-cloud-nutzung-825382

https://www.bitkom.org/sites/default/files/2020-06/prasentation_bitkom_kpmg_pk-cloud-monitor.pdf

https://www.it-business.de/starke-umsaetze-mit-public-clouds-a-953044/

https://www.trendingtopics.at/gartner-studie-it-ausgaben-schrumpfen/